Klassischer MSD

Klassische Aufgaben des MSD:

  • Ermittlung des sonderpädagogischen Förderbedarfs (Diagnose) durch Einbezug bereits bestehender Daten und Durchführung von weiteren Tests
  • Diagnosegeleitete Förderung der SchülerInnen während der Unterrichtszeit (in Einzelfällen für kurze Zeit durch den MSD, in der Regel durch die Lehrer der Schule)
  • Beratung, Unterstützung der Lehrkräfte, Eltern, SchülerInnen
  • Beratungszentrum
  • Vermittlung von Kontakten zu medizinischen, psychologischen und sozialen Fachdiensten
  • Kompetenzentwicklung durch Fortbildungen und Arbeitskreise (z.B. entdeckendes Lernen im mathematischen Anfangsunterricht bei rechenschwachen Kindern)


Für wen kann der MSD angefordert werden?

Für Schülerinnen und Schüler, deren Defizite trotz schon erfolgter, besonderer pädagogischer Maßnahmen der Regelschule nicht ausreichend kompensiert werden konnten.

Zum Beispiel bei:

  • Sprachproblemen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Motivationsproblemen
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Problemen mit Zahlen und beim Rechnen aufweisen
  • Problemen beim Lesen oder Rechtschreiben haben
  • Ordnungs- und Organisationsprobleme
  • allgemeinen Lernproblemen
  • zu wenig Ausdauer beim Lernen
  • Schulunlust
  • mangelndem Selbstvertrauen
  • Verhaltensproblemen


Förderschwerpunkte sind beispielsweise:

  • Erweiterung der Sprachkompetenz
  • Erarbeiten von Lernstrategien und Ordnungsprinzipien
  • Training der visuellen Wahrnehmung, der akustischen Differenzierung und der Feinmotorik
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationstraining
  • Lese- und Rechtschreibtraining
  • Aufarbeitung von Rechenschwächen
  • Steigerung des Selbstbewusstseins, der Selbstständigkeit und der schulischen Motivation
  • Aufbau von Kontaktfähigkeit
  • Entspannungstraining, Angstabbau

 

Anforderung des MSD 

  • Die allgemeine Schule meldet den Schüler/die Schülerin nach Einbeziehung der Schulberatung (Beratungslehrer, evtl. Schulpsychologe), pädagogischer Konferenz (Klassenlehrer, Beratungslehrer, Schulleitung) und Absprache mit den Eltern für den Mobilen Sonderpädagogischen Dienst bei der zuständigen Förderschule an (Anmeldeblatt).
  • Ein Sonderschullehrer des MSD kommt und ermittelt den individuellen Förderbedarf.
  • Er erstellt zusammen mit dem Klassenlehrer einen Förderplan mit Förderschwerpunkten und bespricht diesen auch mit den Eltern und dem Schüler/der Schülerin.
  • Angesichts der notwendigen Fördermaßnahmen stellt sich die Frage nach dem geeigneten und dem gewünschten Lern- und Förderort. Dies muss sich aus der kooperativen Beratung unter Berücksichtigung des Förderumfangs und den Möglichkeiten der Grund-/Mittelschule ergeben. Sollte der Förderbedarf so umfangreich sein, dass sich das Förderzentrum als Förderort anbietet, hilft der Sonderschullehrer bei der Überweisung. Der Verbleib an der Regelschule bleibt vorrangig.

Nach gemeinsamer Beratung soll die spezielle Förderung möglichst bald in den Klassenunterricht integriert werden. Dabei ist ein hohes Maß an Individualisierung gefordert. Die Betreuung besteht vorrangig aus Diagnose und Beratung und ist zeitlich begrenzt.